Abgeschlossen

Projekttitel:

OPESA

Optimierung des Psychopharmaka-Einsatzes in der stationären Altenpflege

Veröffentlicht in DIP GmbH
Durchgeführt durch DIP-Institut

Projektart

Auftragsprojekt

Förderer / Auftraggeber

Diözesan-Caritasverbände für die Erzbistümer Köln und Paderborn

Laufzeit

09/2021 - 08/2023

Projektleitung

Prof. Dr. Michael Isfort
Prof. Dr. Anke Helmbold

DIP-Team

Judith Ertz, Lara-Marie Seeger

Hintergrund und Ziele

Im zweijährigen Praxisprojekt der Diözesan-Caritasverbände Köln und Paderborn wurden mögliche Gründe für den Einsatz von Psychopharmaka analysiert und praktikable Lösungsansätze für einen angemesseneren Umgang diskutiert und erprobt. Am Projekt beteiligten sich 16 stationäre Altenpflegeeinrichtungen. Basierend auf den Ergebnissen einer vorgeschalteten Ist-Analyse wurden pro Einrichtung in mehreren Workshops mit den Leitungskräften die Verbesserungsbedarfe identifiziert sowie konkrete Optimierungsmöglichkeiten besprochen und umgesetzt. Diese betrafen sowohl die einrichtungsinternen Prozesse als auch die Zusammenarbeit mit den Haus- und Fachärzten und den Apotheken. Parallel durchlief pro Projekteinrichtung eine Pflegefachperson die Qualifizierung zum Medikamentenbeauftragten. Diese Beauftragten nehmen nun vor allem eine unterstützende und beratende Funktion im internen Medikamentenmanagement wahr und sind ein wichtiges Bindeglied zu den Ärzten und Apotheken.

Design und Methoden

Im Projekt wurden intensiv mit insgesamt 16 Einrichtungen der stationären Altenhilfe durch eine fachberaterische Begleitung individuelle Maßnahmen in den Einrichtungen entwickelt und in Qualitätszirkeln umgesetzt, um den Umgang mit Psychopharmaka zu verbessern. Dazu wurden u.a. als Multiplikatoren Medikamentenbeauftragte geschult (7 Schulungstage). Maßnahmenbündel in den Einrichtungen wurden entwickelt, um den Umgang mit Psychopharmaka kritisch zu reflektieren und nach Alternativen zu suchen.

Die Evaluation wurde entlang eines Prä-Postdesigns entwickelt. Dazu erfolgten sowohl quantitative als auch qualitative Befragungen/ Besuche in den Einrichtungen zu jeweils zwei Projektzeitpunkten.

Flankierend wurde im Projekt ein Projektbeirat (zur Steuerung der internen Prozesse des Projektes) sowie ein Begleitgremium eingesetzt. Im Begleitgremium diskutierten neben den Projektleitungen und Leitungsverantwortlichen auch Vertreter der Apothekerkammern, Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen, jeweils für die Regionen Nordrhein und Westfalen-Lippe den Fortschritt und die Ergebnisse.

Berichte und Veröffentlichungen

Abschlussbericht zum Projekt  https://doi.org/10.17883/4694

Helmbold, Anke; Isfort, Michael (2024): Evaluation der Einführung von Medikationsbeauftragten in Altenpflegeeinrichtungen zur Optimierung des Psychopharmaka-Einsatzes. Pflegewissenschaft, (5), S. 225 bis 231, hpsmedia-Verlag, Hungen