Abgeschlossen

Projekttitel:

Monitoring Pflegepersonal Baden-Württemberg 2022

Durchgeführt durch DIP-Institut

Projektart

Forschungsförderprojekt

Förderer / Auftraggeber

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg

Laufzeit

02/2022 - 12/2022

Projektleitung

DIP-Team

Kooperationspartner

Die Projektbearbeitung nahm das DIP in Zusammenarbeit mit dem FIVE ꟷ Forschungs- und Innovationsverbund an der Ev. Hoch­schule Freiburg e.V. ꟷ hier der AGP Sozialforschung unter Leitung von Prof. Dr. habil. Thomas Klie vor.

Hintergrund und Ziele

Für Baden-Württemberg erfolgte ein Monitoring des Pflegeper­sonals verknüpft mit einer Analyse zur Angemessenheit der Aus­bildungsplätze für Pflegeberufe. Die bis auf die regionale Ebene systematisiert erhobene und verknüpfend analysierte Datenbasis soll eine breite Grundlage zur Übersicht und Diskussion der Fach­personalpotenziale und Bedarfe in der Pflege bilden. Darüber hinaus wurden eine Prognose zur Beschäftigung in den Pflege­berufen und die Analyse regionaler Unterschiede vorgenommen. Entsprechende Ausarbeitungen hatten bislang im Bundesland Baden-Württemberg nicht vorgelegen.

Das Arbeitsmodul von AGP Sozialforschung umfasste die syste­matische Auswertung vorliegender Strukturmerkmale für die Landkreise und kreisfreien Städte in Baden-Württemberg. Analy­siert wurden Indikatorenbereiche, die potenziell auf Angebot und Nachfrage der Langzeitpflege wirken. Auf Basis der Auswert­ungen wurden Kreistypen identifiziert, die die Grundlage für die Ausarbeitung regional differierender pflegekultureller Orientie­rungen bilden. Darüber hinaus wurden Bedarfsprofile für die Landkreise und kreisfreien Städte entwickelt.

Im Rahmen des Arbeitsmoduls durch das DIP sollte eine Berechnung des bestehenden Fachpersonalbedarfs in Baden-Württemberg in den Bereichen der Ausbildung und Beschäftigung der Pflegeberufe einschließlich der Pflegehelfer*innen durch­geführt werden. Analysiert wurden Beschäftigungs- und Ausbildungsdaten, Ausbildungsquoten, demo­grafische Entwicklungen, Daten der regionalisierten Versorgungsangebote und -dichte und weitere relevante Aspekte zur Beurteilung der Versorgungssicherheit älterer Menschen in Baden-Württemberg. Darüber hinaus wurde eine Prognose als Indexwert für die Analyse regionalisierter Unterschiede erarbeitet. Weitere aktuelle Fragen wurden in Form von Einschätzungen im Rahmen von Online-Befragungen der Versorgungs- und Bildungseinrichtungen aufgenommen und erfasst.

Design und Methoden

Es handelte sich um einen mehrmethodischen Ansatz. Neben einer standardisierten Online-Befragung von Pflegeschulen, Kranken­häusern und Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, teil-/vollstationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten wurden in den unterschiedlichen Modulen vorliegende Datenbestände umfassend sekundärdatenanalytisch ausgewertet.

Zusätzlich zu der Analyse von amtlichen Kennzahlen sollten im Monitoring auch weiche Faktoren und Hinweise der Einrich­tungen ermittelt werden, die einen vertieften Überblick zu den pflegerischen Versorgungsperspektiven der Bevölkerung aus der Perspektive der Akteure beinhalten.

Für die regionalen Profile (Strukturprofile/Bedarfsprofile) wurden sekundäranalytische Daten zusammengeführt und empi­risch miteinander in Beziehung gesetzt (pflegekulturelle Orien­tierung). Auf der Basis der gewonnenen Ergebnisse wurden realitätsnahe Annahmen berechnet, wie sich die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen in unterschiedlichen Pflegearrangements prognostizieren lassen.

Ergebnisse

Die Expertise sollte belastbare Datengrundlagen zur Einschätzung der Angebots- und Nachfragesituation in den pflegerischen Berufen in Baden-Württemberg in einer regionalisierten Form beinhalten. Darüber hinaus sollten pflegekulturelle Orientierungen in Baden-Württemberg auf der Basis von Kreistypologien dar­gelegt werden.

Die Ergebnisse wurden in einem veröffentlichungsfähigen Bericht dargelegt, der über das zuständige Ministerium sowie die Institute zugänglich ist.

Berichte und Veröffentlichungen

Im Rahmen des Projektes wurden zwei zentrale Dokumente erstellt:

Es erfolgte ein Bericht mit der Aufbereitung der Sekundärdaten­analyse für das Land Baden-Württemberg und den Ergebnissen der empirischen Befragungen bis zum Ende 2022.

Für die einzelnen Regionen Baden-Württembergs wurden Regio­naldossiers in Form von Präsentationen entwickelt. In diesen wurden für die vier Regierungsbezirke zentrale Auswertungen auf der Kreisebene und der Ebene der Regierungsbezirke systematisiert. Die Regionaldossiers können für Veranstaltungen verwendet und/oder den relevanten Akteuren vor Ort zur Ver­fügung gestellt werden.