Abgeschlossen

Projekttitel:

KOMPASS.RLP – Koordinierungsstelle

Durchgeführt durch DIP-GmbH

Förderer / Auftraggeber

Ministerium für Soziales, Arbeit, Transformation und Digitalisierung sowie Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz

Laufzeit

07/2021 - 02/2023

Projektleitung

DIP-Team

Hintergrund und Ziele

Die Arbeit der KOMPASS-Koordinierungsstelle wurde Ende 2021 aufgenommen, zunächst mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße. Ausgangspunkt war die Notwendigkeit, die durch das Pflegeberufegesetz (PflBG) und die Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV) eingeführten strukturellen Anforderungen an die generalistische Pflegeausbildung in Rheinland-Pfalz zu unterstützen und systematisch zu begleiten.

Eine zentrale Aufgabe bestand im Aufbau und in der Weiterentwicklung von Kooperationsstrukturen zwischen Pflegeschulen, Trägern und Einsatzorten der praktischen Ausbildung. Ziel war es, Ausbildungsverbünde nachhaltig zu stärken und die verantwortlichen Institutionen sowie deren Koordinierungspersonen in ihrer Rolle zur Organisation der Einsatzorte und Ausbildungsphasen fachlich und organisatorisch zu befähigen.

Darüber hinaus übernahm die Koordinierungsstelle die Funktion einer zentralen Anlaufstelle: Sie bündelte Anfragen und Informationen, stellte deren Weiterleitung an die zuständigen Verantwortlichen der KOMPASS.RLP-Projekte sicher und förderte den zielgerichteten Austausch mit Behörden, Institutionen und Verbänden im Bereich Pflege und Pflegebildung in Rheinland-Pfalz.

Ein wesentliches Ziel war die kulturübergreifende Förderung von Kooperation und Koordination der Lernorte. Damit sollte die Grundlage für eine qualitativ hochwertige, integrative und durchlässige Pflegeausbildung geschaffen werden, die sowohl die gesetzlichen Vorgaben erfüllt als auch die vielfältigen Bedarfe der Praxis berücksichtigt.

Design und Methoden

Die Koordinierungsstelle KOMPASS.RLP wurde im Jahr 2021 zunächst in Neustadt a. d. Weinstraße aufgebaut und als zentrale Unterstützungs- und Beratungsstruktur für die Umsetzung der Pflegeberufereform in Rheinland-Pfalz etabliert. Das Projekt folgte einem kombinierten organisations- und prozessbezogenen Design, das auf drei methodischen Säulen beruhte:

  1. Digitale Infrastruktur und Informationsmanagement
    Zur Unterstützung der Transparenz, Kommunikation und Partizipation wurde eine mehrgliedrige digitale Infrastruktur entwickelt. Dies umfasste den Aufbau einer eigenständigen Projekt-Homepage (www.kompass.rlp.de) mit praxisorientierten Instrumenten wie der Praxisplatzbörse und dem Themenspeicher. Parallel erfolgte die Übernahme und Weiterentwicklung der Lernplattform@RLP als zentralem Informations- und Kommunikationsraum. Diese Plattform diente sowohl der digitalen Bereitstellung von Materialien und Handreichungen als auch der Förderung interaktiver Austauschprozesse zwischen Pflegeschulen, Trägern praktischer Ausbildung und weiteren Akteuren.
  2. Evaluation und Adaption von Netzwerkformaten
    Bestehende Netzwerkveranstaltungen wurden systematisch evaluiert, um deren Reichweite, Akzeptanz und Wirksamkeit zu erfassen. Auf dieser Grundlage erfolgte eine methodische Adaption der Formate in Hinblick auf Inhalte, Zielgruppenorientierung und mediale Aufbereitung. Ziel war die nachhaltige Förderung der Kooperation zwischen den Lernorten sowie die Stärkung von Ausbildungsverbünden.
  3. Systematische Recherche und Kooperationspartnersuche
    Eine kontinuierliche Recherchearbeit bildete die Grundlage zur Identifizierung und Gewinnung neuer anerkannter Lernorte, insbesondere für die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichteinsätze in Pädiatrie, Psychiatrie und ambulanter Pflege. Methodisch wurden dabei öffentlich zugängliche Register und Verzeichnisse ausgewertet, mit gezielten Kontaktaufnahmen (schriftlich, telefonisch, digital) kombiniert und die Ergebnisse in einer strukturierten Datenbank dokumentiert.
  4. Wissenschaftliche Fundierung auf Bundesebene
    Die Koordinierungsstelle war in eine fachliche Regelkommunikation mit den Koordinierungsstellen weiterer 14 Bundesländer eingebunden. Dieser Austausch ermöglichte die Rezeption und Adaption innovativer Ansätze aus anderen Bundesländern und diente als Grundlage für die Entwicklung kontextsensibler und praxisnaher Lösungen für Rheinland-Pfalz.

Berichte und Veröffentlichungen