Projekttitel:
Gutachten zum Pflegeinfrastrukturbericht für das Saarland
Förderer / Auftraggeber
Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes
Projektleitung
DIP-Team
Kooperationspartner
FIVE Forschungs– und Innovationsverbund an der Ev. Hochschule Freiburg e.V., hier der AGP Sozialforschung, unter Leitung von Prof. Dr. habil. Thomas Klie
Hintergrund und Ziele
Ziel des Gutachtens ist es, Grundlagen für eine bedarfsgerechte, ressourcen– und präferenzorientierte Infrastrukturplanung in der Langzeitpflege zu erarbeiten – und dies unter besonderer Berücksichtigung des Pfle-
gefach– und Assistenzkraftbedarfes.
Design und Methoden
Das Arbeitsmodul von AGP Sozialforschung umfasst die systematische Auswertung vorliegender Strukturmerkmale für die Landkreise und kreisfreien Städte im Saarland. Es werden Prognosen zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit auf der Basis von demografischen Entwicklungen und
Pflegequoten entwickelt. Analysiert werden Indikatorenbereiche, die potenziell auf Angebot und Nachfrage der Langzeitpflege wirken. Auf Basis der Auswertungen werden Kreistypen identifiziert, die die Grundlage für die Ausarbeitung regional differierender pflegekultureller Orientierungen bilden. Darüber hinaus werden Bedarfsprofile für die Landkreise und kreisfreien Städte entwickelt und Szenarien für unterschiedliche Entwicklungsdynamiken errechnet.
Im Rahmen des Arbeitsmoduls durch die DIP GmbH soll eine umfassende Analyse in den Bereichen der Ausbildung und Beschäftigung der Pflegeberufe einschließlich der Pflegeassistenz durchgeführt werden. Analysiert werden Beschäftigungsdaten, Ausbildungsdaten, Ausbildungsquoten, demografische Entwicklungen, Daten der regionalisierten Versorgungsangebote und Versorgungsdichte und weitere relevante Aspekte zur Beurteilung der Versorgungssicherheit älterer Menschen im Saarland.
Es handelt sich um einen multimethodischen Ansatz. Neben einer Basisbefragung (standardisierte Form: Online–Verfahren) werden in den unterschiedlichen Modulen vorliegende Datenbestände umfassend sekundärdatenanalytisch ausgewertet.
Zusätzlich zu der Analyse von amtlichen Kennzahlen (z.B. Demografie, Krankenhausstatistik, Pflegestatistik, Schulstatistik, Arbeitsmarktkennzahlen
etc.) sollen auch weiche Faktoren und Hinweise der Einrichtungen ermittelt werden, die einen vertieften Überblick zu den pflegerischen Versorgungsperspektiven der Bevölkerung aus Sicht der Akteure beinhalten.
Für die regionalen Profile (Strukturprofile/Bedarfsprofile) werden sekundäranalytische Daten zusammengeführt und empirisch miteinander in Beziehung gesetzt (pflegekulturelle Orientierung). Es erfolgen Interviews mit Stakeholdern zur Identifizierung der einwirkenden Faktoren. Auf der Basis der gewonnenen Ergebnisse werden realitätsnahe Annahmen berechnet, wie sich die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen in unterschiedlichen Pflegearrangements prognostizieren lassen.
Das Gutachten zum Pflegeinfrastrukturbericht soll belastbare Datengrundlagen zur Einschätzung der Angebots– und Nachfragesituation in den pflegerischen Berufen im Saarland in einer regionalisierten Form beinhalten. Darüber hinaus sollen pflegekulturelle Orientierungen im Saarland auf der Basis von Kreistypologien dargelegt werden.
Ergebnisse
Die Ergebnisse werden in einem veröffentlichungsfähigen Pflegeinfrastrukturbericht dargelegt, der über das zuständige Ministerium sowie die Institute zugänglich gemacht werden soll.