Praxisanleitung als Schlüssel der Fachkräftestrategie

5. Bundesarbeitstreffen der Projekt- und Koordinierungsstellen aus neun Bundesländern zu Gast in Mainz

Vertreterinnen und Vertreter von Projekt- und Koordinierungsstellen für die Pflegeausbildung aus neun Bundesländern kamen jetzt zum 5. Bundesarbeitstreffen für zwei Tage in Mainz in der dortigen Projektstelle zur Begleitung der Fachkräftestrategie Rheinland-Pfalz zusammen. Themenschwerpunkt war die Praxisanleitung für Auszubildende und Studierende in der Pflege an den unterschiedlichen Einsatzorten der praktischen Ausbildung. Sowohl die Rahmenbedingungen als auch unterschiedliche Konzepte zur Begleitung von Lernenden in der Praxis wurden intensiv diskutiert. Die Teilnehmenden erarbeiteten gemeinsame Grundlagen für eine länderübergreifende Weiterentwicklung der Praxisanleitung zwischen Bildungs- und Versorgungsauftrag.

Zum Auftakt des Treffens begrüßte Heiko Strohbach vom rheinland-pfälzischen Arbeitsministerium (MASTD) die Teilnehmenden und unterstrich die zentrale Bedeutung der Praxisanleitung für die Pflegebildung, die Fachkräftesicherung und die zukünftige Versorgung. Einen fachlichen Impuls setzte der Vortrag von Heike Blumenauer (involas), Hessen, mit ersten empirischen Einblicken aus dem vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn beauftragten Forschungsprojekt „SiPAL“ zur Situation von Praxisanleitenden. Weitere Impulse kamen vom Landesnetzwerk Koordination der Pflegeausbildung in Rheinland-Pfalz, das sich mit über 70 Mitgliedern und zahlreichen Aktivitäten wachsender Aufmerksamkeit erfreut. Eine von Brigitte Winkelhaus (KOMPASS.RLP) vorgestellte Synopse der Länderberichte zum Thema bildete eine weitere Grundlage für die Arbeitsprozesse des Treffens.

Deutlich wurde in den zwei Tagen, dass sich die Herausforderungen in der Anleitung von Auszubildenden und Studierenden in der Pflegepraxis bundesweit ähneln. Probleme sind dabei zum einen strukturell bedingt und haben ihre Ursachen in fehlenden personellen und zeitlichen Ressourcen. Das führt nicht selten dazu, dass Praxisanleitungen wegen dringender Versorgungsanlässe zu kurz kommen. Zusätzliche Belastungen entstehen durch organisationale Anforderungen und Dokumentationspflichten. Zugleich existieren bereits zahlreiche praxisbewährte Konzepte, Instrumente und Angebote zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Praxisanleitung. Eine wachsende Rolle spielen Ombudsstellen, die in mehreren Bundesländern aufgebaut werden und die sich als Instrument der Qualitätssicherung, Konfliktlösung und Unterstützung für Auszubildende und Studierende und im Sinne gelingender Lernortkooperation bewähren. Insgesamt wurde von den Teilnehmenden der Mangel an Forschungsmöglichkeiten (Erhebung von Kennzahlen) als verlässliche Grundlage zur Verbesserung der Praxisanleitung beklagt.

Für die weitere Zusammenarbeit des Netzwerks wurden zwei zentrale Ansätze vereinbart: Erstens die verbindliche Sicherung der Praxisanleitung als unverzichtbarer Bestandteil der Pflegeausbildung und zweitens der Aufbau eines niedrigschwelligen Zugangs zu Good-Practice-Beispielen zur besseren Nutzung von Synergien zwischen den Bundesländern.

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Kontakt:
Anne-Kathrin Xylander
Sachbearbeitung
Projektstelle Fachkräftestrategie Pflege Rheinland-Pfalz
c/o The Pier
Große Bleiche 15
55116 Mainz
Tel.: 06131 / 6240280
E-Mail: a.xylander@dip-gmbh.orginfo@dip-gmbh.org
Internet: www.kompass.rlp.dewww.dip-gmbh.org

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