Pflege-Thermometer 2021 – Situation und Versorgung von Menschen in der häuslichen Intensivversorgung in Deutschland

Projekttitel

Pflege-Thermometer 2021 – Situation und Versorgung von Menschen in der häuslichen Intensivversorgung in Deutschland

Projektart

Förderprojekt

Förderer / Auftraggeber

Hauptförderung:

Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V.

 

Co-Förderer:

Deutsche Fachpflege Gruppe (DGF)

Linimed

Opseo

ResMed

Projektleitung

Prof. Dr. Michael Isfort

DIP-Team

Susanne Sachs, Johann-Moritz Hüsken, Daniel Tucman

Laufzeit

02/2021 – vsl. 04/2022

Hintergrund und Ziele

 

Die Pflege-Thermometer-Reihe hat sich zu einer der führenden Studien der Berichterstattung der pflegerischen Versorgung in Deutschland etabliert und findet neben der Fachöffentlichkeit auch seitens der Fachverbände und der Politik bundesweit Beachtung. Zahlreiche (Fach-)Publikationen sowie die Aufnahme der Ergebnisse in den Medien (Fernsehen, Rundfunk, Print) belegen die Bedeutung der Pflege-Thermometer-Reihe als Grundlage für eine systematische Bewertung der pflegerischen Versorgung in Deutschland.


Das Pflege-Thermometer 2021 setzt diese erfolgreiche Arbeit als zehntes der Reihe im Feld der häuslichen Intensivversorgung in Deutschland fort.

Ziel der Studie ist es, einen umfassenden und mehrdimensionalen Blick auf die Frage der Intensivversorgung im häuslichen Bereich, in stationären Pflegeeinrichtungen und Wohngemeinschaften zu ermöglichen. Hierzu werden die unterschiedlichen Perspektiven der in diesem Bereich versorgten Menschen, ihrer Zu- und Angehörigen, der versorgenden Dienste sowie der Mitarbeitenden der Pflege erfasst und vergleichend beleuchtet.

Im Zentrum stehen dabei die sozialen und versorgungsbezogenen Aspekte der Betreuung, Teilhabe und Lebenswirklichkeit in den Haushalten. Auch die Chancen der Digitalisierung für diese besondere Gruppe sollen dabei mit untersucht werden. Durch Einbindung der Perspektiven der Leistungsanbieter sowie Mitarbeitenden in der Pflege sollen zudem Hinweise zu Schulungsbedarfen, Möglichkeiten der Mitarbeiterbindung und der Qualitätsentwicklung identifiziert und beschrieben werden.

 

Hintergrund der Studie ist, dass mit dem Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (GKV IPReG) neue Regelungen der Versorgung in der häuslichen Intensivversorgung in Kraft getreten sind, die es nun auszugestalten gilt. Zugleich bestehen in diesem Sektor der Versorgung bislang keine systematischen Datenerfassungen und kein öffentliches Berichtswesen, sodass keine Folgenabschätzung vorliegt.

Design und Methoden

 

Es handelt sich um einen mehrmethodischen Ansatz. Neben einer einschlägigen Literaturanalyse und Datenanalyse (Sekundärdatenanalyse) zum Themenfeld der häuslichen Versorgung in Deutschland sollen in zentralen Feldern der Akteure (z.B. in der Häuslichkeit, stationärer Langzeitpflege, Intensivwohngemeinschaften) standardisierte Befragungen (als Online-Erhebungen) durchgeführt werden.

Ergebnisse der Befragung sollen in Form von qualitativen Ergebnisworkshops reflektiert werden. Die qualitativ orientierten Ergebnisse sind ebenso Teil der Erhebung und fließen in den Endbericht ein.

Da es sich (insbesondere bei der Befragung der versorgten Personen) um eine vulnerable Patientengruppe handelt, wurde ein Ethikvotum bei der Ethikkommission der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen beantragt.

 

Aufgrund fehlender Datengrundlagen sind die anvisierten Zielgrößen der einzelnen Stichproben im Sinne von Schätzungen zu verstehen:

·         Menschen mit häuslichem Bedarf der Intensivversorgung

(N= 2.000)

·         Leitungen von ambulanten Diensten:

(N=    250)

·         Mitarbeitende (Pflegende) der Versorgungssettings

(N= 1.000)

·         Leitungen stationäre Langzeitpflege / Intensivwohngruppen:

(N=    75)

Der Zugang zum Feld wird maßgeblich über Netzwerke, Selbsthilfegruppen, Verbände u. Ä. erfolgen, weshalb an dieser Stelle mit einem erhöhten Umfang der Aufwendungen zu rechnen ist. 

Berichte und

Veröffentlichungen

Der veröffentlichungsfähige Endbericht (April 2022) berichtet umfassend über Analysen und Ergebnisse und wird satzungsgerecht (DIP e.V.) als unentgeltliche Gesamtpublikation der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.