Berufseinmündung und -verbleib in der Pflege in NRW

Projekttitel 

Berufseinmündung und -verbleib in der Pflege in NRW 

Projektart 

Förderprojekt 

Förderer / Auftraggeber 

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen 

Projektleitung 

Prof. Dr. Michael Isfort 

DIP-Team 

Helga Gessenich, Ruth Rottländer, Daniel Tucman, Johann-Moritz Hüsken, Kerstin Heitzer, Elke Grabenhorst

Laufzeit 

11/2020 - 04/2022 

Hintergrund und Ziele 

 

Die Ursachen des Fachkräftemangels in der Pflege sind vielschichtig. Im Forschungsvorhaben werden entlang des Qualifizierungs- und Erwerbszyklus von beruflich Pflegenden Informationen dazu systematisch erhoben und analysiert. Es erfolgt eine umfassende und mehrdimensionale Analyse zur Berufseinmündung, zu Berufshistorien und zum Berufsverbleib sowie zu Möglichkeiten des Wiedereinstiegs in den Pflegeberuf. Darüber hinaus werden spezifisch für das Land NRW Entgelte, Gehaltsunterschiede und Gehaltsspreizungen im Berufsfeld als eine wichtige Determinante der Berufswahl und des Verbleibs untersucht.  

Erzielt werden sollen so konkrete Erkenntnisse zu den Motivationsmöglichkeiten, Pflegende in den Einrichtungen zu halten, zu höheren Berufsanteilen zu motivieren oder aus dem Beruf ausgeschiedene Personen zurückzugewinnen. Die Erkenntnisse sollen Anhaltspunkte bieten, um dem Fachkräftemangel in der Pflege in NRW nachhaltig zu begegnen. 

Design und Methoden 

 

Das Forschungsdesign verfolgt einen mehrmethodischen Ansatz. In den Feldern der Ausbildung und der Betriebe werden standardisierte Daten erhoben und analysiert. Zudem werden in Kooperation mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) erwerbsbiografische Daten hinsichtlich der Berufstreue, des Berufsverbleibs und der Entgelte von Ausbildungsabsolventen der Altenpflege und der Gesundheits- und Krankenpflege in einem retrospektiven Längsschnitt in bislang nicht vorgenommener Differenzierung und Tiefe generiert und analysiert. Darüber hinaus werden aktuelle Daten zu Gehaltsklassen und -spannen der Pflegeberufsangehörigen in NRW sekundärdatenanalytisch untersucht und ausgewiesen. 

Berichte und 

Veröffentlichungen 

Im Endbericht werden umfassende Analysen zur Berufseinmündung, zum Berufsverbleib, zu Entgelten und Tarifen mit Ableitungen zu Barrieren und Treibern aus der Perspektive von Ausbildungsabsolventen, den Berufstätigen und den Trägern von Einrichtungen der Pflege dargelegt. Als Novum erfolgen Aussagen zu Berufshistorien von Pflegenden in NRW sowohl für die Berufsangehörigen der Krankenpflege als auch die der Altenpflege.  

Die abschließende Veröffentlichung des Endberichtes obliegt dem Auftraggeber.  

Weitere Veröffentlichungen des Kooperationspartners IAB zum Aufbau eines NRW-Pflegepanels können folgen.