Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) ist ein gemeinnütziges Institut an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) in Köln. Es finanziert sich weit überwiegend aus Projektmitteln und beschäftigt rund fünfzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Angebot des DIP gehört das gesamte Spektrum der Forschung, Entwicklung, Evaluation, Beratung, wissenschaftlichen Begleitung und Gutachtenerstellung im Pflege- und Gesundheitswesen.

DIP aktuell

Köln, 25. April 2017

Instituts- und Geschäftsbericht vorgelegt

DIP wurde mehrfach für seine Beiträge ausgezeichnet

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln hat jetzt seinen aktuellen Institutsbericht inklusive des Geschäftsberichts für die Jahre 2013 bis 2015 vorgelegt. Der Bericht gibt u.a. Auskunft über die personelle und finanzielle Entwicklung des Instituts sowie über die vielfältige Projektarbeit. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 34 Projekte im Gesamtvolumen von mehr als 2,1 Mio. Euro bearbeitet. Rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat das Institut zurzeit. Förderer und Auftraggeber sind Bundes- und Landesministerien, aber auch Stiftungen, Verbände, Kostenträger und Einrichtungen. Schwerpunkte der Forschungsarbeit liegen auf der Bildung, Prävention, Beratung, Sozialraumentwicklung, Qualität, Berichterstattung und den Rahmenbedingungen im Kontext pflegerischer Versorgung und pflegeberuflicher Weiterentwicklung. Als zusätzliches Themenfeld wurden die neuen Technologien und die Digitalisierung im Gesundheits- und Pflegewesen erschlossen. Für die Leistungen und Beiträge wurden die Verantwortlichen im DIP mehrfach ausgezeichnet. So wurde der Deutsche Pflegepreis des Deutschen Pflegerates sowohl 2013 als auch 2017 an Pflegeforscher aus dem DIP verliehen.

Köln, 21. April 2017

WISE wird vom Netz genommen

Weidner: Datenbank hat ihren Zweck erfüllt

Die Leitung des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) hat beschlossen, die im Jahr 2000 online gestellte Datenbank für wissenschaftliche Schriften in der Pflege (WISE) zum 02.05.2017 vom Netz zu nehmen. Begründet wird dieser Schritt mit einem veränderten Nutzerverhalten, mit vorhandenen Alternativen und mit steigenden Kosten für den Betrieb und die technische Modernisierung der Datenbank. „Wir stellen zufrieden fest, dass die Datenbank WISE, die zeitweise von hunderten Nutzern monatlich aufgerufen wurde, inzwischen ihren Zenit überschritten und ihre ursprüngliche Aufgabe erfüllt hat!“, teilte Prof. Weidner, Direktor des DIP mit.

 

WISE wurde damals mit Fördermitteln der Robert Bosch Stiftung entwickelt. Die Betriebskosten für die Datenbank hat stets das gemeinnützige DIP getragen, die Nutzung war daher kostenlos. Bis heute wurden mehrere hundert Arbeiten eingestellt, zuletzt mit abnehmender Tendenz.

Köln, 11. April 2017

Einigung zur Pflegeausbildungsreform – Licht, Schatten und dazu noch viel Nebel!

In den letzten Tagen wurde vermeldet, dass sich die Verhandlungsführer von CDU/CSU und SPD im Bundestag nach zähem Ringen auf Eckdaten einer Pflegeberufereform geeinigt haben. Die vorliegenden Informationen besagen, dass ab 2019 an allen Pflegeausbildungsstätten in Deutschland eine zweijährige, generalistische Ausbildungsphase eingeführt werden soll. Anschließend können Schüler im dritten Jahr wählen, diese fortzusetzen, oder aber ausschließlich auf Altenpflege oder Kinderkrankenpflege zu setzen. Erst sechs Jahre nach der Einführung der Reform soll geprüft und entschieden werden, wie es weitergehen soll. Viele Details sind aber noch unklar. Professor Frank Weidner, Leiter des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) hebt hervor: „Aus fachlicher Sicht kann die Einführung der Generalistik nur begrüßt werden, sie ist überfällig! Das Beibehalten von Altenpflege und Kinderkrankenpflege als eigenständige Berufsabschlüsse und das Offenhalten einer endgültigen Entscheidung sind jedoch unsinnige und zukunftsgefährdende Entscheidungen.“

Köln, 24. März 2017

Prof. Dr. Michael Isfort erhält den Deutschen Pflegepreis 2017

Pflegewissenschaftler lehrt und forscht an der KatHO NRW und im DIP in Köln

Im Rahmen eines Festaktes beim diesjährigen Deutschen Pflegetag in Berlin wurde der Deutsche Pflegepreis 2017 an Prof. Dr. Michael Isfort (47) verliehen. Isfort erhielt diese höchste Auszeichnung der Pflege in Deutschland für seine langjährigen Verdienste um die Weiterentwicklung der Pflegewissenschaft und der Pflege. Der Pflegewissenschaftler hat eine Professur im Fachgebiet Pflegewissenschaft und Versorgungsforschung an der Katholischen Hochschule NRW (KatHO NRW) inne. Zugleich ist er stellvertretender Vorsitzender im Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln. Der renommierte Pflegepreis wird regelmäßig vom Deutschen Pflegerat, Dachverband von 16 Pflegeverbänden und -organisationen in Deutschland, verliehen. Er vertritt die Interessen von rund 100.000 Mitgliedern sowie von rund 1 Mio. professionell Pflegenden in Deutschland auf der Bundesebene.

Prof. Dr. Friederike zu Sayn-Wittgenstein (Preisträgerin 2016), Prof. Dr. Michael Isfort (Preisträger 2017), Andreas Westerfellhaus (Präsident des DPR)

Foto: neues handeln GmbH

Köln 20. März 2017

REGIONALKONFERENZEN FACHKRÄFTESICHERUNG IN DEN GESUNDHEITSBERUFEN – NRW 2017

Die 2. Regionalkonferenzen in den fünf Regierungsbezirken von NRW stellen in diesem Jahr den Aspekt der Bildungsarbeit in den Vordergrund der Diskussion.

Sie bieten Entscheidern und Akteuren der Gesundheitsberufe aus NRW ein Informations- und Diskussionsforum zum Thema Ausbildung und Fachkräftesicherung.

 

Die Konferenzen führen die Thematik der Landesberichterstattung Gesundheitsberufe NRW 2015 (LbG NRW 2015) fort. Das DIP wird aktuelle und auf die jeweilige Region bezogene Kennzahlen und Trends vorstellen. Ergänzt werden diese durch ausgewählte Vorträge zur Bildungsarbeit in den Gesundheitsberufen der Pflege, den Therapieberufen und der Hebammenkunde.

 

„Die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen der Berufe im Gesundheitswesen lassen sich nur beantworten, wenn regionale Besonderheiten in Entscheidungsprozessen Berücksichtigung finden. Sie bieten ein Fundament zur lokalen, zielgerichteten Förderung der Ausbildung, zur Netzwerkarbeit und gezielten Fachkräftesicherung“, so Prof. Michael Isfort, verantwortlich für die Konferenzen.

 

Jeweils bis zu 150 lokale Entscheider im Gesundheitswesen können wieder das regionale Forum zur Information und Diskussion von Handlungs- und Entwicklungsansätzen nutzen.

Im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) finden die Konferenzen in den fünf Regierungsbezirken von NRW an den folgenden Terminen, jeweils von 12:00 Uhr - 16:00 Uhr, statt:

 

Detmold:

Fr., 19. Mai (Bezirksregierung)

Köln:             

Mi., 24. Mai (Bezirksregierung)

Arnsberg:     

Di., 06. Juni (Bezirksregierung)

Düsseldorf:   

Mo., 03. Juli (Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport)

Münster:       

Mi., 12. Juli (Bezirksregierung)

 

Wir freuen uns, Sie beim Dialog über regionale Perspektiven und Entwicklungen zur Bildungsarbeit in den Gesundheitsberufen zu begrüßen. Die Teilnahme an den Konferenzen ist kostenfrei. Die Registrierung Ihrer Anmeldung erfolgt ab sofort über ein einfaches Online-Verfahren.

Köln, 1. März 2017

Koalitionsausschuss soll Pflegeberufereform auf den Weg bringen

Institut fordert angesichts systemrelvanter Pflegeprobleme einen umfassenden Masterplan Pflege

Aktuelle Daten und Studienergebnisse zur Situation der beruflichen Pflege und zur Versorgung von Patienten und Pflegebedürftigen in Deutschland geben Anlass zur Sorge und setzen die Politik unter Handlungsdruck. „Wir brauchen schnellstmöglich umfassende Reformen in der Pflegeausbildung, am Arbeitsmarkt und bei den Beschäftigungsbedingungen in den Krankenhäusern, Altenheimen und der ambulanten Pflege. Als einen ersten Schritt dazu soll der Koalitionsausschuss der Bundesregierung in der nächsten Woche dem Pflegeberufereformgesetz endlich den Weg ebnen“, fordert Professor Frank Weidner, Leiter des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP).

 

Die Auswertung aktueller Studien und Daten zeigt, dass viele Probleme in der Pflege miteinander zusammenhängen und systemrelevant sind. So ist der Arbeitsmarkt in der Pflege in einigen Regionen Deutschlands bereits kollabiert, sich verschärfende Arbeitsbedingungen machen beschäftigte Pflegekräfte immer öfter krank, die Versorgungsqualität von Patienten und Pflegebedürftigen kann häufig nicht mehr gewährleistet werden und auch die Ausbildungsstätten der Pflege geraten unter enormen Druck. „Deutschland braucht jetzt einen Masterplan Pflege und die Pflegeberufereform stellt dazu den unverzichtbaren Auftakt dar!“, so Weidner.

Köln, 3. Februar 2017

Landesberichterstattung Gesundheitsberufe NRW 2015 erschienen

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. hat zum vierten Male im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW) die Gutachtenerstellung der Landesberichterstattung Gesundheitsberufe NRW übernommen. Mit der LbG NRW 2015 liegen in Nordrhein-Westfalen umfassende Daten zur Gesamtsituation der Pflegeberufe und weiterer Gesundheitsberufe vor. Neben Analysen zum Beschäftigungsbereich, zur Arbeitsmarktreserve und zum gegenwärtigen Fachkräftebedarf wurden in der LbG NRW 2015 auch Einschätzungsdaten aus dem Feld zu aktuellen Themen (z.B. Akquisition, Personalrekrutierung, Berufsentwicklungen, Mobilitätsradius der Mitarbeitenden etc.) dargelegt.  Ein Schwerpunkt der LbG NRW 2015 lag auf der Analyse relevanter Kennzahlen und Einschätzungen der Ergotherapie, der Logopädie, der Physiotherapie sowie des Hebammenwesens. Der umfangreiche Endbericht ist vom MGEPA NRW veröffentlicht worden und kann kostenfrei auf der Publikationsseite des Ministeriums heruntergeladen werden.

Die zentralen Ergebnisse wurden am 2. Februar 2017 im Rahmen einer öffentlichen Fachtagung in Düsseldorf von Prof. Dr. Michael Isfort, dem Leiter der Studie, präsentiert.

Köln, 31. Januar 2017

DIP trauert um Prof. Dr. Heribert W. Gärtner

Ehemaliger Vorstandsvorsitzender verstirbt mit 61 Jahren

Im Alter von nur 61 Jahren ist in der vergangenen Woche plötzlich der langjährige Vorstandsvorsitzende und Mitinitiator des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP), Prof. Dr. theol. Heribert W. Gärtner, verstorben. Gärtner war seit 1994 Professor für Management und Organisationspsychologie an der Katholischen Hochschule NRW (KatHO NRW) in Köln und lehrte dort in den Pflegestudiengängen. In seiner Funktion als Dekan des Fachbereichs Gesundheitswesen hat er Ende der 90er Jahre die Gründung des DIP maßgeblich mitvorbereitet. Er war zunächst seit 2000 Vorstandsmitglied und von 2003 bis 2009 Vorstandsvorsitzender des DIP. Seit 2008 hatte er zudem die Honorarprofessur für Pflegesystemforschung an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) inne.

 

Köln, 11. Januar 2017

DIP unterstützt Petition zur Reform der Pflegeausbildung!

Es geht auch um eine faire Vergütung in der Altenpflege

Seit einigen Tagen läuft im Internet eine Petition unter www.change.org zur Umsetzung der Pflegeausbildungsreform (sog. Generalistik), die bekanntlich im Bundestag ins Stocken geraten ist. Adressiert ist die Petition u.a. an Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Binnen weniger Tage haben bereits mehr als 3.000 Menschen die Petition unterschrieben. So auch Professor Frank Weidner, Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln. In der Petition, die von einem beruflich Pflegenden initiiert wurde, heißt es u.a. „Durch die generalistische Pflegeausbildung, können die an Pflegende gestellten Anforderung erfüllt werden und der Beruf an Attraktivität gewinnen. Die Ausbildung hat europäischen Maßstäben zu genügen und staatlich anerkannt den Weg in alle Berufsfelder der Pflege zu ermöglichen.“
 

Bremen, Köln, 21. November 2016

Pflegebildungsreform – Expertinnen wenden sich mit einem Appell an Bundeskanzlerin Merkel

Gemeinsame Stellungnahme, um die Reform noch zu retten

Im Frühjahr 2016 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe unterzeichnet. Das Pflegeberufereformgesetz ist allerdings bei den Beratungen im Bundestag ins Stocken geraten. Vier Pflegeexpertinnen, die seit Beginn des Jahres das Gesundheitsministerium sowie das Familienministerium bei der Entwicklung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zum neuen Pflegeausbildungsgesetz unterstützen, haben sich deshalb nun zu Wort gemeldet. In einem gemeinsam verfassten, offenen Brief und einer Stellungnahme appellieren sie an die Bundeskanzlerin sowie an die Fraktionsvorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien, die Reform zu retten. Professorin Ingrid Darmann-Finck vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen erläutert als eine der Initiatorinnen: „Die Ausbildungsreform ist eine notwendige Konsequenz des soziodemografischen Wandels, und sie dient der langfristigen und dauerhaften Sicherstellung der pflegerischen Versorgung der Bevölkerung. Wenn sie jetzt scheitert, stehen wir für längere Zeit mit leeren Händen da!“

Köln, 7. November 2016

Pflegebildungsreform – Zurück in die Zukunft!

Integrierte Pflegeausbildung ist aufwendig und bringt keinen Fortschritt

Verschiedene Medien haben in der vergangenen Woche berichtet, dass sich die Bundesregierung zurzeit in Sachen Pflegeausbildungsreform nicht auf die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verlassen kann. Der Regierungsentwurf zum Pflegeberufereformgesetz sieht bekanntlich eine konsequente Zusammenführung der drei bislang nebeneinander bestehenden Berufe der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einem neuen, zukunftsfähigen Pflegeberuf vor. Teile der Unionsfraktion sind auf Oppositionskurs umgeschwenkt und sehen in einer zweijährigen integrierten Pflegeausbildung, die im dritten Jahr wieder drei verschiedene Berufe hervorbringt, die Zukunft. Professor Frank Weidner, Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln kritisiert dies scharf: „Vor zwanzig Jahren hätte man mit einer integrierten Pflegeausbildung vielleicht noch einen Blumentopf gewonnen, heute ist das ein Modell unter dem Motto ‚Zurück in die Zukunft‘!“

Gelsenkirchen, 14. September 2016

Alter und Trauma: Neue Wege in der Begleitung von Betroffenen

Abschlusstagung eines erfolgreichen Projektes

Rund 130 Experten aus dem Sozial-, Gesundheits- und Pflegebereich nahmen heute an der Abschlussveranstaltung des Verbundprojektes „Alter und Trauma“ im Wissenschaftspark Gelsenkirchen teil. Ziel war, den Austausch zu ermöglichen über neue Wege und Ansätze, Menschen zu helfen, die im Alter unter Traumafolgen leiden. An dem Verbundprojekt beteiligten sich drei Jahre lang vier Partnerorganisationen aus NRW. Die Begleitforschung hatte das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) mit Sitz in Köln inne. Das Projekt wurde von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW und dem Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) des Landes NRW gefördert.

 

 

Die abgebildeten Personen (von rechts nach links): Dr. Gabriele Frick-Baer / Institut für soziale Innovationen ISI; (dahinter) Prof. Dr. Frank Weidner, Dt. Institut für angewandte Pflegeforschung DIP; Thomas Volkening, PariSozial Minden-Lübbecke/Herford; Anke Lesner, Wildwasser Bielefeld; Hartmut Emme von der Ahe, PariSozial Minden-Lübbecke/Herford; Laura Braune, Wildwasser Bielefeld; (hinten) Dr. Udo Baer, Institut für soziale Innovationen ISI; Norbert Killewald, Stiftung Wohlfahrtspflege NRW; Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW; Hermann Zaum, Paritätischer Landesverband NRW; Gitta Alandt, Institut für soziale Innovationen ISI.

Foto: Ulrike Erdmann

Köln, 13. September 2016

Warnung vor Scheitern der Pflegebildungsreform!

Die Altenpflege und die Pflegebedürftigen werden die Verlierer sein

Die geplante Pflegebildungsreform der Bundesregierung sieht eine konsequente Zusammenführung der drei bislang nebeneinander bestehenden Berufe der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einem neuen, zukunftsfähigen Pflegeberuf vor. Berufsverbände, Pflegewissenschaftler und Pflegebildungsexperten fordern seit langem die zügige Umsetzung der Reform. Auf dem Gesetzgebungsweg ist der Entwurf aber ausgerechnet durch Uneinigkeit in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ins Stocken geraten. Professor Frank Weidner, Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP), hat jetzt eindringlich vor einem Scheitern der Reform gewarnt: „Das Gesetz ist überfällig! Wenn es jetzt nicht kommt, werden ausgerechnet die Altenpflege und die Pflegebedürftigen die großen Verlierer sein!“

Köln, 22. Juli 2016

Einladung zur Abschlusstagung Alter und Trauma am 14.09.2016

Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den drei Jahren des Projekts „Alte Menschen und Traumata  ̶  Verständnis, Erprobung und Multiplikation von Interventions- und Fortbildungsmöglichkeit“ stellt das DIP, das die wissenschaftliche Begleitung durchführte, zusammen mit den Verbundpartnern auf der Abschlusstagung zur Verfügung. Nutzen Sie die Chance, in Vorträgen und Workshops Ihr Wissen zum Thema Alter und Trauma zu vertiefen, Ihre Fragen loszuwerden und sich Anregungen für Ihre Arbeit zu holen.

Köln, 2. Juni 2016

Generalistische Pflegeausbildung - Weidner: „Es ist noch nicht entschieden!“

Am vergangenen Montag hat die Anhörung zum neuen Pflegeberufsgesetz in den zuständigen Ausschüssen Gesundheit und Familie im Bundestag in Berlin stattgefunden. Mehr als 60 Verbände und Einzelsachverständige waren eingeladen. Pflege- und Lehrerverbände, die Pflegewissenschaft und viele Wohlfahrtsverbände, die eine besondere Nähe zu den Pflegeberufen haben, haben sich in der Anhörung durchgängig für die gemeinsame Pflegeausbildung ausgesprochen. Prof. Dr. Frank Weidner, Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP), Einzelsachverständiger und Befürworter der neuen Pflegeausbildung ist sich sicher: „Auch wenn von Gegnern der gemeinsamen Pflegeausbildung im Nachgang der Anhörung Gerüchte gestreut wurden, dass die Generalistik bereits gescheitert sei, wird jetzt erst einmal weiterberaten und dann erst entschieden!“

Köln, 23. Mai 2016

Generalistik „ohne Wenn und Aber“ gefordert!

Verwaltungsrat des DIP spricht sich für eine zügige und konsequente Umsetzung des Pflegeberufereformgesetzes aus

Auf seiner Frühjahrstagung hat sich der Verwaltungsrat des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) eindeutig und „ohne Wenn und Aber“ für die Umsetzung des Pflegeberufereformgesetzes (PBRefG) und der Generalistik ausgesprochen. In diesem Gremium sind katholische Verbände und Hochschulen vertreten, darunter der Deutsche Caritasverband e.V., der Katholische Krankenhausverband Deutschlands e.V. sowie der Katholische Pflegeverband e.V. Die Verbände vertreten Tausende von Einrichtungen, Organisationen und Einzelpersonen, die im Pflege-, Bildungs- und Gesundheitswesen tätig sind. Die Hochschulen sind u.a. in München, Freiburg, Mainz, Köln und Vallendar ansässig und halten mehr als 1.500 Studienplätze alleine in pflegebezogenen Studiengängen vor. Prof. Johannes Kemser, Vorsitzender des Verwaltungsrates, betonte: „Die Chance, jetzt ein zukunftsfähiges Berufsgesetz mit einem einheitlichen Berufsbild Pflege zu schaffen, darf nicht vertan werden!“

Köln, 11. Mai 2016

Beiträge zur Pflege in ZDF und 3sat unter Beteiligung des DIP

Neue Pflegeausbildung und Situation pflegender Angehöriger werden gut beleuchtet

In den nächsten Tagen werden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen einige sehenswerte Beiträge zur Pflege ausgestrahlt. Den Auftakt macht am morgigen 12. Mai 2016, dem internationalen Tag der Pflege, das Wissenschaftsmagazin nano in 3sat um 18:30 Uhr. Es geht in dem Beitrag um die neue Pflegeausbildung, die die Bundesregierung zurzeit vorbereitet. U.a. wird über die Wannsee-Schule in Berlin berichtet, die eine Vorreiterrolle in der gemeinsamen Ausbildung von Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflegern innehat. Professor Frank Weidner, Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP), nimmt in dem Beitrag Stellung zur Reform der Ausbildung.

 

Am Mittwoch, 25. Mai 2016 um 22:45 Uhr wird dann der vor einigen Wochen bereits angekündigte und aus aktuellem Anlass verschobene Beitrag „Die Pflegefalle“ zur Situation pflegender Angehöriger in der Reihe ZDF-Zoom ausgestrahlt. Die Filmemacher haben sich umgeschaut, wie die Unterstützung von betroffenen Angehörigen in anderen Ländern läuft, z.B. in Schweden. Dort erfuhren sie, dass es auch anders geht.

Köln, 29. April 2016

Pflege-Thermometer 2016 zeigt die aktuelle Situation in der ambulanten Pflege auf

Die ambulante Pflege ist ein wachsender Markt mit steigender Bedeutung, die mit limitierenden Faktoren zu kämpfen hat.

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in Köln veröffentlicht mit dem Pflege-Thermometer 2016 die bislang größte Befragung zur Situation der ambulanten Pflege in Deutschland. In der bundesweiten und repräsentativen Studie wurden 1.653 Leitungskräfte aus der ambulanten Pflege befragt. Die Ergebnisse zeigen die Herausforderungen, vor denen der ambulante Sektor steht:

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen, der ambulanten Einrichtungen sowie des dort beschäftigten Personals steigen in den letzten Jahren in allen Bundesländern deutlich an. Die verantwortlichen Personen jedes zweiten Dienstes blicken tendenziell optimistisch in die weitere Zukunft. Sie planen einen Ausbau, indem sie die Zahl der Klienten steigern sowie mehr Personal beschäftigten möchten. Limitierend wirkt hierbei allerdings der Fachkräftemangel. „Die Studie offenbart erhebliche Lücken im Personalbereich. Wir müssen einen gravierenden Fachkräftemangel in der ambulanten Pflege feststellen“ sagte Studienleiter Prof. Isfort. Aktuell existieren, je nach Modellberechnungen für dreijährig ausgebildete Fachkräfte, zwischen 21.200 bis zu 37.200 offene und derzeit nicht zu besetzende Stellen. Der Fachkraftmangel ist dabei bereits versorgungsrelevant, denn rund ein Drittel der befragten Dienste musste im vergangenen Jahr bereits Klientenanfragen aufgrund von Personalmangel ablehnen.

Köln, Bochum, 15. April 2016

Studie Qualitätsentwicklung in der Altenpflegeausbildung in NRW gestartet

Die Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum sowie das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e. V. (dip) in Köln haben Anfang Februar 2016 im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW) eine 18-monatige Studie zur Qualitätsentwicklung in der Altenpflegeausbildung gestartet.

Die Qualitätsentwicklung soll aus einer möglichst umfassenden Perspektive verschiedener beteiligter Akteur*innen in der Altenpflegeausbildung beurteilt werden. Dazu werden die Ausbildungsstätten in NRW, Lehrende, Praxisanleiter*innen und Projektleiter*innen in den Betrieben, Schüler*innen sowie auch Mitarbeitende der Bezirksregierungen umfassend in die Evaluation eingebunden.

Köln, 16. März 2016

Krankenhausfinanzierung: Pflege hat verloren!

Seit 2004 erheblich mehr für die Ärzte und weniger für die Pflege

Im Jahr 2004 wurde die Krankenhausfinanzierung in Deutschland grundsätzlich umgestellt. Seither gelten diagnosebezogene Fallpauschalen, d.h. Krankenhäuser bekommen heute pro Diagnose und Fall ein definiertes Entgelt. Vor dem Hintergrund dieses sogenannten DRG-Systems hat eine massive Verschiebung beim Personal und den Kosten insbesondere von der Krankenhauspflege auf die Ärzteschaft stattgefunden. Auf diesen Missstand hat Prof. Frank Weidner, Leiter des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip), auf dem Deutschen Pflegetag 2016 in Berlin in einem Vortrag hingewiesen.

Köln, 24. Februar 2016

Bundesmodellprojekt „Pflegeausbildung in Bewegung“ zur Generalistik

- FAQ zu einem immer noch aktuellen Projekt -

Im Zusammenhang mit den aktuellen Diskussionen um das Pflegeberufsgesetz wird das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) immer wieder angefragt, welche Bedeutung das Bundesmodellprojekt „Pflegeausbildung in Bewegung“ (PiB, von 2004 bis 2008) heute noch hat, was die wesentlichen Ergebnissen waren und warum diese für die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung sprechen. Das dip hat damals das Projekt PiB gemeinsam mit einem weiteren Institut umfassend wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.

 

Wir beantworten im Folgenden die häufigsten dieser Fragen. Ebenfalls stellen wir noch einmal den Schlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung zu PiB zur Verfügung.

 

passend dazu eine aktuelle Stellungnahme zur Generalistik von Diakonie und Caritas hier

Köln, 29. Januar 2016

Familienpflege vor neuen Herausforderungen

Studie zeigt Vielfalt und Wirksamkeit – Finanzierung ist unzureichend

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) hat jetzt eine Studie zur Familienpflege in Rheinland-Pfalz und im Saarland vorgelegt. In die Untersuchung einbezogen wurden zehn Familienpflegedienste in der Trägerschaft von Caritasverbänden. Diese hatten alleine im Jahr 2014 rund 340 Familien in Krisen begleitet, in denen mehr als 800 Kinder lebten. Anlässe für Familienpflege sind vor allem gesundheitsbedingte Einschränkungen, Risikoschwangerschaften oder Überforderungssituationen von Müttern. Die Ergebnisse zeigen, dass Notsituationen mit Unterstützung der Familienpflege bewältigt und Ressourcen der Familien nachhaltig gestärkt werden können. Professor Frank Weidner, Leiter der Studie betonte: „Unsere Analyse belegt eindrucksvoll das Leistungsspektrum der Familienpflege. Leider wird ihre Bedeutung nicht genügend gewürdigt und die Finanzierung ist nicht gesichert.“ Die Studie wurde im Auftrag der Caritas-Arbeitsgemeinschaft der Sozialstationen Rheinland-Pfalz und Saarland durchgeführt.

 

 

Übergabe der Statusanalyse zur Familienpflege am 28.1.2016 in Trier: (v.l.n.r.) Winfried Wülferath (Vorsitzender der Caritas-Arbeitsgemeinschaft der Sozialstationen Rheinland-Pfalz/ Saarland), Dr. Birgit Kugel (Diözesan-Caritasdirektorin Trier), Prof. Frank Weidner (Leiter der Studie) , Andrea v. der Malsburg (Mitarbeiterin dip)

 

 

Institut

Regionalkonferenzen Fachkräftesicherung in den Gesundheitsberufen NRW 2017

Zu den Regionalkonferenzen NRW 2017 können Sie sich ab sofort für einen der 5 Termine über unser Online-Formular anmelden. Die erste Konferenz findet am Freitag, 19. Mai in Detmold statt. 

Informationen

Aktuelle Informationen Kompetenzfeststellungs-verfahren NRW

Das DIP führt Anfang 2017 und im weiteren Jahresverlauf wieder Kompetenzfeststellungen gem § 7 Abs. 4 Nr. 3 AltPflG in Nordrhein-Westfalen durch. Die Terminvergabe erfolgt durch das DIP und setzt eine vorherige Klärung der Zugangs-voraussetzungen voraus. Hierfür wenden Sie sich bitte per Mail und unter Angabe Ihrer Kontaktdaten einschließlich Telefon-nummer an Frau Kerstin Seifert; Kontakt: k.seifert(at)dip.de

Datenbank WISE

Die Datenbank für wissenschaftliche Schriften in der Pflege

KatHO NRW

Informationen über die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

PTHV

Informationen über die Pflegewissenschaftliche Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar und die dortigen Studienmöglichkeiten

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