Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) ist ein gemeinnütziges Institut an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) in Köln. Es finanziert sich weit überwiegend aus Projektmitteln und beschäftigt rund fünfzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Angebot des dip gehört das gesamte Spektrum der Forschung, Entwicklung, Evaluation, Beratung, wissenschaftlichen Begleitung und Gutachtenerstellung im Pflege- und Gesundheitswesen.

dip aktuell

30. Januar 2012

Pfleger mit Abitur - Deutschland streitet um Ausbildung in Pflegeberufen

Prof. Dr. Michael Isfort vom dip nimmt in 3Sat Stellung

Prof. Isfort, Vorstandsmitglied des dip, äußert sich in der 3Sat-Sendung nano vom vergangenen Freitag zur europäischen Richtlinie, die eine zwölfjährige schulische Qualifizierung für die Pflegeberufe vorsieht. Isfort sieht in der Richtlinie die richtige Antwort einer notwendigen Qualifizierung vor dem Hintergrund der vielfältigen Aufgaben, die Pflegende bereits heute leisten. Angesichts eines Abiturientenanteils von 60% hält er die Aufregungen im politischen Umfeld für den Ausdruck fehlender Informiertheit und übertrieben. Er bezeichnet den Weg der Dequalifizierung einzelner politischer Initiativen in der Vergangenheit als vollständig gescheitert. Der Beitrag zum Thema ist voraussichtlich noch bis zum 3. Februar in der Mediathek auf der Homepage von 3Sat zu sehen. 

3. Januar 2012

Pflegeausbildung in Europa: „Deutschland auf Geisterfahrt“!

Institutsdirektor kritisiert Kurzsichtigkeit deutscher Politiker

Der Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) in Köln, Prof. Frank Weidner, warnt vor Kurzsichtigkeit und Isolation der deutschen Politik bei der Frage der Zulassung zur Pflegeausbildung mit höherer Qualifikation. Deutsche Gesundheitspolitiker aus der Bundesregierung und der Opposition hatten sich zuvor unisono gegen die Absicht der EU-Kommission gestellt, europaweit einheitlich zwölf Jahre Allgemeinbildung als Zugangsvoraussetzung zur Pflegeausbildung festzulegen. Weidner kritisiert diese Haltung.

16. Dezember 2011

Neue Ausgaben der "Perspektiven" erschienen

In der neuen Ausgabe der Perspektiven informiert das dip u.a. über die Abschlussveranstaltung im Kooperationsprojekt "Modell einer gestuften und modularisierten Altenpflegequalifizierung", den Abschluss des Projekts "EDe II" und weitere Projektaktivitäten des Instituts.

7. Dezember 2011

Welchen Wert hat Pflege? Politischer Abend in Berlin

Zum Abschluss des Forschungsprojektes „PflegeWert“ werden im Rahmen eines Politischen Abends am 17. Januar 2012 im Centre Monbijou (Konferenzzentrum der BFS) in Berlin Untersuchungsergebnisse und Handlungsanregungen vorgestellt. Mit Vertreter(inne)n von Politik und Verbänden wird dabei diskutiert, wie die Wertschätzung für die Pflegekräfte in den Pflegeeinrichtungen und in der Gesellschaft verbessert werden kann.

7. Dezember 2011

Kongress Pflege 2012

Am 27. und 28. Januar 2012 veranstaltet das Pflegemagazin "Heilberufe" den "Kongress Pflege 2012". Prof. Dr. Frank Weidner, Direktor des dip, wird im Rahmen der Eröffnungs-Session einen Vortrag zum Thema "Professionelle Pflege von morgen - Wie gelingt der Wandel?" halten. Er geht dabei den Fragen nach, was die Rolle der Pflege im Gesundheitssystem kennzeichnet und was die Gesellschaft von einer weiteren Professionalisierung der Pflege in der Zukunft hat.

18. November 2011

Qualifikationsrahmen und modularisierte Bildungsgänge für die Altenpflege: Dokumente nun online

Die im Rahmen der Abschlusstagung des Projektes „Modell einer gestuften und modularisierten Altenpflegequalifizierung“ vorgestellten und diskutierten Dokumente sind nun online abrufbar. Zu diesen umfangreichen Materialien zählen u.a. die entwickelten Modulhandbücher sowie der Entwurf des Qualifikationsrahmens für den Beschäftigungsbereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen. Die Dokumente stehen im Downloadbereich als PDF-Dateien zur Verfügung.

9. November 2011

Pflege mit Niveau – qualifiziert in die Zukunft!

Qualifikationsrahmen und modularisierte Bildungsgänge für die Altenpflege vorgestellt

 

Nach mehrjähriger Entwicklungszeit wurden jetzt in einer zweitägigen Abschlusstagung in Berlin der „Entwurf des Qualifikationsrahmens für den Beschäftigungsbereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen“ sowie umfangreiche Materialien für modularisierte Curricula in beruflichen Bildungsgängen der Altenpflege vorgestellt und unter Teilnahme der Förderministerien und der projektbeteiligten Einrichtungen mit der Fachöffentlichkeit diskutiert.

25. Oktober 2011

Veranstaltungshinweis 5. Dezember 2011 in Berlin

Die akademische Perspektive der Pflege- und Gesundheitsfachberufe

 

Die Durchführung von Modellstudiengängen im Bereich der Pflege- und Gesundheitsfachberufe in Nordrhein-Westfalen hat gezeigt: Es gibt eine breite politische Unterstützung für die Initiative der Landesregierung zur Weiterentwicklung dieser Berufe.  Bislang wurden an sechs Modellstandorten insgesamt zehn innovative Modellstudiengänge im Bereich Pflege, Hebammenkunde, Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie genehmigt. Bei einem erfolgreichen Abschluss erhalten die Absolventinnen und Absolventen sowohl einen ersten akademischen Abschluss als auch einen Berufsabschluss.

 

Um erste Erfahrungen aus den Modellstudiengängen auszutauschen und die akademische Perspektive der Pflege- und Gesundheitsfachberufe insgesamt zu diskutieren, wird das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter am 5. Dezember 2011 in Berlin eine Informationsveranstaltung mit Hochschulen, Berufsverbänden, Ärztekammern, Gewerkschaften, Kranken- und Pflegeversicherungen sowie Ministerien durchführen. (Quelle: Veranstaltungsflyer MGEPA NRW)

13. Oktober 2011

Pflege mit Niveau - qualifiziert in die Zukunft

Projektabschlusstagung am 7. und 8. November 2011 in Berlin 

Wer pflegt uns morgen? Wie können wir den Herausforderungen des Altersstrukturwandels begegnen? Welche Kompetenzen sind in der Pflege, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen gefragt? Welche Qualifikationswege sind erfolgversprechend? …

 

Mit diesen und weiteren Herausforderungen haben wir uns im Projekt „Modell einer gestuften und modularisierten Altenpflegequalifizierung“ in den Jahren 2008 bis 2011 systematisch auseinandergesetzt.

Wir freuen uns, Ihnen nunmehr die zentralen Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt in einer Abschlusstagung vorstellen und mit Ihnen diskutieren zu können. Als ein Ergebnis ist der „Entwurf eines Qualifikationsrahmens für den Beschäftigungsbereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen“ entstanden. Er beschreibt auf verschiedenen abgrenzbaren Niveaus Verantwortungsbereiche und Kompetenzen und liefert Impulse für Personaleinsatz und Personalentwicklung. Darüber hinaus sind im Projekt flexible und anrechnungsfähige Qualifizierungen in Form modularisierter Bildungsgänge entwickelt und erprobt worden. Neben den Modulhandbüchern ist eine Handreichung für die Modularisierung von Bildungsgängen entstanden.

 

In Vorträgen und interaktiven Foren, in einem „Markt der Möglichkeiten“ und mit fotographischen und filmischen Eindrücken wollen wir die Ergebnisse des Projektes vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Herausforderungen mit Ihnen bewerten sowie Fragen des Transfers, der Verstetigung und Nachhaltigkeit mit Ihnen diskutieren.

Frau Dr. Kristina Schröder (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und Frau Barbara Steffens (Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen) haben ihre Teilnahme eingeplant. Projektbeteiligte sowie Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft werden in den verschiedenen Beiträgen Raum bieten für einen intensiven Austausch über Ergebnisse und Perspektiven des Projektes.

  

Minden, Köln, 21.September 2011

Pressemitteilung

Pflegende Angehörige von Demenzkranken frühzeitig unterstützen

Projektabschluss: Rund 100 betroffenen Familien konnte beispielhaft geholfen werden.

 

In Minden (NRW) fand jetzt die Abschlusstagung des Modellprojektes „Entlastungsprogramm bei Demenz – EDe II“ statt. Das Projekt wurde von 2009 bis 2011 vom GKV-Spitzenverband im Rahmen des Modellprogramms zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung gefördert und im Kreis Minden-Lübbecke durchgeführt. Dort nahmen rund 100 Familien, in denen ein an Demenz erkrankter Mensch der so genannten Pflegestufe 0 lebt, an dem Projekt teil. Sie wurden von eigens geschulten Pflegefachkräften mehrfach zu Hause besucht, begleitet und beraten. Die Ergebnisse des Projektes wurden jetzt präsentiert. Es konnte gezeigt werden, dass mit dem Einsatz von EDe II die teilnehmenden Familien frühzeitig mehr Hilfen in Anspruch genommen haben und dass ihr Alltag effektiv unterstützt werden konnte. Auf der gut besuchten Abschlusstagung wurden die Ergebnisse des Projektes in Vorträgen sowie mit kurzen Filmen präsentiert.

 

Köln, 12. September 2011

Pressemitteilung

Pflege-Thermometer 2012 befragt zur Intensivpflege

Bundesweite größte Befragung zur Intensivpflege startet

 

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. startet mit dem Pflege-Thermometer 2012 die bislang bundesweit größte Befragung von Leitungskräften auf Intensivstationen im Krankenhaus. Es geht um Fragen zur personellen und gerätebezogenen Ausstattung, zur Personalbemessung, zur Patientenversorgung und zum Aufgabenspektrum von Pflegenden auf Intensivstationen in Deutschland. Die Studie wird von der B. Braun Stiftung gefördert und u.a. von der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege (DGF), dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) sowie der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) - Sektion Pflegeforschung und Pflegequalität in der Intensivtherapie - unterstützt. Das dip rechnet mit einem großen Interesse und hofft auf eine hohe Beteiligung an der Studie.

 

15. August 2011

„Pflege ist schlichtweg aus dem Blickfeld gerückt“

Prof. Isfort im ARD-Beitrag Kontraste zum „Tatort Krankenhaus“

 

Das ARD Magazin Kontraste hat in der vergangenen Woche einen Beitrag zum Thema „Tatort Krankenhaus – Wie das Sparen Patientenleben gefährdet“ ausgestrahlt. Nach Recherchen des Magazins kommen jährlich rund 17.000 Patienten durch Pflege- und Versorgungsmängel in deutschen Krankenhäusern zu Tode. Gründe dafür werden im drastischen Personalabbau in der Pflege sowie in der fehlenden ärztlichen Fürsorge und Verantwortlichkeit gesehen.

Prof. Michael Isfort vom dip in Köln sagte in diesem ARD-Beitrag: „Man hat zu lange die Pflege nur als Kostenfaktor gesehen und nicht als ganz zentralen Versorgungsbereich im Krankenhaus. Die Pflege ist schlichtweg aus dem Blickfeld gerückt. Und jetzt merkt man, dass sich das rächt.“ Das dip legt seit Jahren mit seiner Forschungsreihe „Pflege-Thermometer“ Zahlen zur Situation in den Pflegeberufen und zur Patientenversorgung vor. Isfort weiter: „Die Pflegekräfte sagen selber, dass eine Patientengefährdung stattfindet, weil sie nicht mehr die Patienten beobachten können. Sie können die Medikamente nicht mehr entsprechend geben oder sie verwechseln Medikamente. Sie können sich nicht mehr um die Wundverbände kümmern und sie haben nicht mehr die Zeit Hygienemaßnahmen durchzuführen, die der Patient eigentlich bräuchte.“

Im Beitrag kommen auch betroffene Patienten und Angehörige sowie Dr. Marcus Rall vom Tübinger Patientensicherheits-Zentrum zu Wort.

9. Juni 2011

Im Alter länger selbstständig zu Hause leben

Projektergebnisse „Pflegeoptimierung in Siegen-Wittgenstein“ liegen vor

Solange wie möglich selbstständig zu Hause leben, das ist der Wunsch vieler Senioren. Welchen Beitrag können Kommunen zur Verbesserung der Lebenssituation ihrer älteren Bürger leisten? Dieser Frage sind der Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen und das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) in Köln nachgegangen. Das Projekt „Pflegeoptimierung in Siegen-Wittgenstein – Entwicklung kommunaler Infrastrukturen mit pflegepräventiven Ansätzen zur Förderung der selbstständigen Lebensführung im Alter“ (POP SiWi) lief von 2006 bis Ende 2010.

8. Juni 2011

Perspektiven 1/2011 erschienen

Die neue Ausgabe der Perspektiven informiert u.a. über die Ergebnisse eines Projektes zur Pflegeoptimierung in Siegen-Wittgenstein und zum Projekt Demenz im Krankenhaus -  "Doppelt hilft besser bei Demenz", sowie über die Landesberichterstattung Gesundheitsberufe NRW 2010 und der Vorankündigung zur Projektabschlusstagung "Modell einer gestuften und modularisierten Altenpflegequalifizierung" am 7. und 8. November 2011 in Berlin.

Datenbank WISE

Die Datenbank für wissenschaftliche Schriften in der Pflege

KatHO NRW

Informationen über die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

PTHV

Informationen über die Pflegewissenschaftliche Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar und die dortigen Studienmöglichkeiten

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