Die Datenbank für wissenschaftliche Schriften in der Pflege
Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.
Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) ist ein gemeinnütziges Institut an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) in Köln. Es finanziert sich weit überwiegend aus Projektmitteln und beschäftigt rund fünfzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Angebot des dip gehört das gesamte Spektrum der Forschung, Entwicklung, Evaluation, Beratung, wissenschaftlichen Begleitung und Gutachtenerstellung im Pflege- und Gesundheitswesen.
„Pflegekräfte meiden Deutschland“ – Bericht auf NDR Panorama 3
"Der Pflegestandort Deutschland ist, so wie er sich heute darstellt, in Europa nicht konkurenzfähig", so Prof. Dr. Frank Weidner im Fernsehbeitrag des NDR - Panorama 3 vom 14. Mai 2013. Ein Beitrag der Sendung befasst sich mit dem Fachkräftemangel in der Pflege in Deutschland.
"Händeringend werden qualifizierte Pflegekräfte gesucht. Nach Griechenland und Spanien werden selbst in China schon Krankenschwestern für den deutschen Markt ausgebildet. Dabei sind die Arbeitsbedingungen hierzulande alles andere als rosig – nicht nur in Altenheimen, sondern vor allem in Krankenhäusern. Und deshalb gehen Pflegekräfte lieber nach Skandinavien, England oder in die Schweiz, um dort mit mehr Anerkennung, mehr Kompetenzen und mehr Gehalt zu arbeiten" (Website Panorama3).

Online-Befragung zur Arbeitszufriedenheit in der Intensivpflege abgeschlossen
Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. hat vom 19.04.2013 - 12.05.2013 eine Online-Befragung zur Arbeitszufriedenheit von Pflegenden auf Intensivstationen durchgeführt. Im Vordergrund standen Fragen zur Bewertung der belastenden sowie der positiven Berufsinhalte, um auch den persönlichen Gewinn, der mit der Arbeit verbunden ist, mit erfassen zu können. Teilnehmen konnten alle Pflegenden, die aktuell auf einer Intensivstation in einem deutschen Krankenhaus arbeiten. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse wird für den Sommer angestrebt.
Wir danken allen Pflegenden, die an der Befragung teilgenommen haben.

Die Abstimmung ist abgeschlossen – Mehrheit spricht sich für die Pflegekammer aus!
Am 28.März 2013 hat der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Schweitzer das Ergebnis der Abstimmung verkündet: rund drei Viertel der registrierten Pflegekräfte, die abgestimmt haben, haben sich für die Einrichtung einer Pflegekammer ausgesprochen, ein Viertel hat sich dagegen ausgesprochen.
Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz hatte das dip als Befragungs- und Registrierungsstelle zur möglichen Einrichtung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz beauftragt.
Mehr Informationen finden Sie in der Präsentation und der aktuellen Pressemitteilung vom 28. März 2013.

dip-Newsletter März 2013 erschienen
Mit dem aktuellen dip-Newsletter März 2013 wollen wir Sie über aktuelle Projekte, Beiträge und Entwicklungen des Instituts informieren.
Den kostenlosen Newsletter erhalten Sie nur, wenn Sie sich dafür angemeldet haben.

Menschen mit Demenz im Krankenhaus - Handreichung für Krankenhäuser vorgestellt
Die Diözesan-Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Krankenhäuser (DiAG) in der Erzdiözese Köln hat unter der wissenschaftlichen Begleitung des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) eine praxisnahe Handreichung für Krankenhäuser entwickelt. Im Rahmen einer Fachtagung wurden jetzt die Ergebnisse vor rund 60 Experten vorgestellt und diskutiert.
Der demografische Wandel bedeutet auch für Krankenhäuser eine große Herausforderung. In 2030 werden bereits zwei von drei Patienten über 60 Jahre alt sein. Ebenso wird sich die Zahl der an Demenz erkrankten Patienten weiter erhöhen. Prof. Michael Isfort vom dip, wissenschaftlicher Leiter des Projektes, hob hervor: “Mit der Handreichung liegt ein weiterer Baustein vor, der Krankenhäuser dazu anregen soll, sich intensiv und konkret mit der Betreuung und Begleitung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus auseinanderzusetzen.“

dip als Befragungs- und Registrierungsstelle beauftragt
Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz hat das dip als Befragungs- und Registrierungsstelle zur möglichen Einrichtung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz beauftragt.

Abschlussbericht zum Projekt „PflegeWert“ veröffentlicht
Wertschätzung in der Pflege – erkennen – fördern – erleben
Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) hat gemeinsam mit dem Aachener Forschungs- und Beratungs-Institut „Mensch-Arbeit-Technik“ (MA&T) den Abschlussbericht des Projektes „PflegeWert“ vorgelegt. Mit der Stiftung Evangelisches Alten- und Pflegeheim (EvA) Gemünd und der Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH (CBT) in Köln haben zwei Partner aus der pflegerischen Praxis der stationären Langzeitpflege in diesem Verbundprojekt mitgewirkt. Drei Jahre lang wurden Mechanismen einer systematischen Wertschätzung der Pflegearbeit in den Einrichtungen untersucht, neue Maßnahmen entwickelt, erprobt und zusammengestellt. Ziel des Projektes war, Möglichkeiten einer wertschätzungsorientierten Arbeit in den Einrichtungen aufzuzeigen und insbesondere auch kleineren Organisationen hilfreiche Materialien an die Hand zu geben. Die Ergebnisse liegen nun gebündelt in Form eines praxisorientierten Abschlussberichtes vor. Das Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union realisiert.

„Je früher, desto besser“ – Unterstützung und Entlastung von Familien mit Demenz
Abschlussbericht des Modellprojektes EDe II liegt vor
Wie erreicht man eigentlich Familien, die es erstmals mit der Diagnose Demenz eines ihrer Angehörigen zu tun haben und welche Unterstützungen benötigen sie? Diese und weitere Fragen sind im Modellprojekt Entlastungsprogramm bei Demenz II (EDe II) untersucht worden. Nun steht der Abschlussbericht zur Verfügung. Das Projekt wurde mit Mitteln zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung vom Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (GKV) von 2009 bis 2011 gefördert. Mehr als hundert Familien aus dem Kreis Minden-Lübbecke (NRW), in denen ein an Demenz erkrankter Mensch der so genannten Pflegestufe 0 lebt, nahmen an der Studie teil. Träger des Projektes war die PariSozial Minden-Lübbecke. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt durch das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip). Es ist das Fortsetzungsprojekt von EDe I, in dem von 2006 bis 2009 mehr als 300 Familien mit demenzkranken Angehörigen der Pflegestufen 1 bis 3 teilgenommen hatten. .

Im Alter besser zu Hause leben - SUSI TD soll dabei helfen
Einzigartiges Projekt erprobt AAL-Technologie in Verbindung mit
präventivem Hausbesuch
Viele Menschen wünschen sich im Alter möglichst lange und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden bleiben zu können. Um dies zu ermöglichen, wird in der Region Tier nun ein innovativer Weg beschritten. Dafür steht das Projekt SUSI TD (Sicherheit und Unterstützung von Senioren durch Integration von Technik und Dienstleistung). Es geht dabei um die lebensnahe Erprobung neuer Sensor- und Kommunikationstechnik verbunden mit einem vorbeugenden Beratungsangebot für ältere Menschen, das auf dem Konzept des präventiven Hausbesuchs fußt.
Zur Entwicklung und Umsetzung von SUSI TD hat sich eigens ein Forschungsverbund bestehend aus zwei Fraunhofer-Instituten aus Kaiserslautern und dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (dip) in Vallendar zusammengefunden. Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) in Mainz fördert das Projekt im Rahmen der „Initiative Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz“. In rund 30 Seniorenwohnungen in Trier und der Verbandsgemeinde Konz soll SUSI TD in den kommenden Jahren erprobt werden.

Studie: Arbeitsverdichtung auf der Intensivstation kann schwerwiegende Folgen haben
Zwischenfälle wären bei besserer Personalausstattung vermeidbar
Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) hat heute die Ergebnisse des Pflege-Thermometers 2012 vorgestellt. Insgesamt wurden im Rahmen der Studie 535 Leitungskräfte von Intensivstationen zur Personalausstattung, Patientenversorgung, Patientensicherheit und zum Aufgabenbereich der Intensivpflege in ganz Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass dort, wo ein besonderer Pflegepersonalmangel besteht, die Risiken für die Patienten auch besonders hoch sind. Sichtbar wird aber auch, dass es inzwischen üblich ist, dass Pflege und Medizin in der Intensivtherapie auf Augenhöhe arbeiten und wichtige Entscheidungen gemeinsam treffen. Die Studie wurde von der B. Braun-Stiftung gefördert.
Projektleiter Prof. Michael Isfort vom dip brachte die Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Patientensicherheit auf folgenden Punkt: „Wir waren schon überrascht, wie häufig kritische Zwischenfälle beschrieben worden sind. Das Ausmaß ist erschreckend. Wir haben flächendeckend Probleme identifiziert, die vermeidbar erscheinen. Dazu aber müssten die Empfehlungen der Fachgesellschaften zur Ausstattung mit Fachpersonal und technischem Gerät konsequent umgesetzt werden“.

„Entwurf eines Qualifikationsrahmens für den Beschäftigungsbereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen“ geht in die Erprobung
Leitungsverantwortliche aus ca. 20 Einrichtungen der ambulanten, teil-stationären und stationären Altenhilfe haben im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Berlin an der Auftaktveranstaltung des Projektes „Erprobung des Entwurfs eines Qualifikationsrahmens für den Beschäftigungsbereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen“ teilgenommen. Die Veranstaltung steht am Beginn einer bundesweit angelegten Erprobung des in den Jahren 2008 bis 2011 entwickelten Qualifikationsrahmens, der auf acht voneinander abgrenzbaren Niveaus den Pflege-, Unterstützungs- und Betreuungsbedarf älterer Menschen sowie das hierfür notwendige Wissen und Können beschreibt. Das Projekt wird von der Fachhochschule Bielefeld in Kooperation mit dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (dip) in Köln durchgeführt. Es hat eine Gesamtlaufzeit von 24 Monaten und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Kommunale Pflegeinfrastrukturen entwickeln
dip begleitet neue Servicestelle in Rheinland-Pfalz
Zur Unterstützung der Entwicklung kommunaler Pflegeinfrastrukturen hat das Land Rheinland-Pfalz bereits im vergangenen Jahr eine zentrale Servicestelle für kommunale Pflegestrukturplanung und Sozialraumentwicklung in Mainz eingerichtet. Die Servicestelle soll Kommunen dabei beraten und unterstützen, häusliche, ambulante, stationäre und andere Versorgungsstrukturen weiterzuentwickeln und besser aufeinander abzustimmen. Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) hat den Auftrag der wissenschaftlichen Begleitung dieses Vorhabens übernommen. Das dip unterstützt die Servicestelle sowie das Landesgesundheitsministerium (MSAGD) bei der Entwicklung der Verfahren und Methoden und evaluiert die Arbeit.


Informationen über die Pflegewissenschaftliche Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar und die dortigen Studienmöglichkeiten
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